MIRO CRAEMER | FRANK MAIER
Take me away if you can
25.07. – 02.08.2026
Eröffnung: 24.Juli, 18-22 Uhr
Die Ausstellung „Take me away if you can“ versammelt Arbeiten der Künstler Miro Craemer und Frank Maier. Beide arbeiten mit einem ähnlichen Vokabular, mit verwandten Formen, Verbindungen und Erwartungen an das eigene Werk. Take me away lässt sich dabei als Aufforderung an das Bild verstehen; if you can benennt zugleich die Möglichkeit des Scheiterns. Das ästhetische Inventar beider Künstler überschneidet sich wie zwei Schatten auf derselben Wand. Und doch führt dieses gemeinsame Alphabet zu unterschiedlichen Ergebnissen. Beide kreisen um einen ähnlichen Punkt. Jenen Moment nach der nicht eingelösten Erwartung, in dem das Werk beginnt, sich seiner ursprünglichen Absicht zu entziehen.
Bei Frank Maier äußert sich dies als kurzes Innehalten, als ein „Freeze“ aufbrausender Phänomene und Konstellationen. Seine Arbeiten wirken wie eingefrorene Zustände einer Bewegung, die gerade noch im Begriff war, sich zu entladen.
Miro Craemer hingegen hält innerhalb der Utopie des Analysierens inne, um eigene Systematiken sichtbar zu machen und zu manifestieren. Wo Maier Verdichtung sucht, untersucht Craemer Struktur. Beide Strategien unterbrechen den Fluss der Wahrnehmung, um ein persönliches pars pro toto freizulegen. Jenes fragmentarische Moment des Ganzen, das notwendig ist, damit Bewegung, ein weiter gehts, überhaupt möglich bleibt. Die Bilder und ihre Produktion erscheinen dabei nicht nur als abgeschlossene Einzelwerke, sondern vielmehr als Glieder einer fortlaufenden Kette. Es entsteht die Vorstellung einer Reihe ohne eindeutig fixierbaren Ursprung. Die Arbeiten entspringen vielmehr einem Milieu, das den Bildern Halt gibt und zugleich eine permanente Neuverhandlung von Haltung ermöglicht. Haltung zur Kunst, zur Malerei und zum Bild selbst. Wenn man so will, wird die Bewegung des Lebens an einem bestimmten Glied dieser Kette kurz angehalten, sichtbar gemacht und setzt sich danach unmittelbar wieder weiter fort. Weiter gehts!
Kuratorin: Anke Völk