HilbertRaumBerlin


Graz → Berlin (via Stockholm)

Maryam Mohammadi, Jani W. Schwob,
Josef Wurm, Feriel Bendjama, Kuno Ebert,
Tobias Sternberg

Vernissage: Freitag, 24. November 2017, 18-22 h
Ausstellung: 24. November - 3. Dezember 2017

Öffnungszeiten: Fr 18-22 h, Sa + So 14-19 h


Der HilbertRaum lädt drei Künstler der Kunsthalle Graz aus Österreich ein mit drei Berlinern auszustellen. Die Gegenausstellung des HilbertRaums in Graz soll 2018 stattfinden. Und vielleicht lässt sich daraus ja ein langfristiger Austausch entwickeln. Die Ausstellung zeigt also Künstler aus beiden Städten (aber aus verschiedenen Nationen). Aus Graz kommen Maryam Mohammadi, Jani W. Schwob und Josef Wurm, Vom HilbertRaum nehmen Ferriel Bendjama, Kuno Ebert und Tobias Sternberg teil. Alle sechs Künstler haben klare ästhetische Positionen die sie in ihrer Malerei, Fotografie und Skulptur zum Ausdruck bringen. Wir freuen uns auf eine Ausstellung bei der schon im Vorfeld klar ist, dass es viele aufregende Verwandtschaften und Parallelen, ästhetisch wie emotional, geben wird.

Die Grazer Perspektive

Stockholm, April 2016: Kunsthalle Graz nimmt an der "Supermarket Stockholm 2016 Independent Art Fair" teil . Wir stellen Michael Fanta, Renate Krammer, Klaus Pichler, Jani W. Schwob, Arnold Reinisch, Alfred Resch, Roswitha Weingrill und Josef Wurm aus. Unser Ziel zukünftige Partner für internationale Zusammenarbeit zu finden, erfüllt sich mit der Kontaktaufnahme mit den Organisatoren des "HilbetRaum's Berlin". Schnell ist die Entscheidung gefallen, sich auf eine Kooperation und dem damit verbundenen KünstlerInnenaustausch zu einigen. Diesen Herbst 2017 freuen wir uns, die Einladung nach Berlin wahrzunehmen und die Ausstellungsreihe "Graz ? Berlin (via Stockholm)" zu beginnen. Ein Jahr später haben wir die Ehre, "HilbertRaum Berlin" in Graz zu Gast zu haben. Dieses Pendel gegenseitiger Zusammenarbeit soll langfristig und nachhaltig zwischen den beiden Städten hin- und herschwingen, die Perspektiven beider Seiten erweitern und den teilnehmenden KünstlerInnen die Plattform bieten, sich besser zu vernetzen, Kontakte zu knüpfen und Freundschaften zu schließen.

Die Berliner Perspektive

Die Kunstszene produziert, wie jeder weiß der sie öfter besucht, ihre eigene Geographie. Sich teilweise überschneidend und ausweitend in die mondäne Welt politischer Entitäten, werden manche Städte – wie zum Beispiel Berlin – von beiden Welten als eine ihrer Hauptstädte betrachtet. Natürlich sind Hauptstädte unterschiedlichen Charakters. Das politische Berlin ist bekannt dafür seinen Nachbarn einen strengen wirtschaftlichen Kurs aufzuzwingen, seine Bedeutung in der Kunstwelt könnte nicht unterschiedlicher sein. Hier in unserer Sphäre war Berlin in den letzten Jahre interessant für viele KünstlerInnen, die Vereinheitlichung und Disziplin zu verabscheuen und mit Genuss ein Bad in der Vielfalt und der daraus resultierenden Freiheit künstlerischer Ausdrucksformen zu nehmen. So gesehen - als eine Hauptstadt der Selbstorganisation - ist die Kunstszene Berlins so dezentral, autonom und vernetzt, dass man sie auch als eine riesige Ansammlung von regionalen Kunstraumsynapsen, Netzpunkten, Kollaboratorien betrachten kann, die mit Leichtigkeit miteinander oder nebeneinander funktionieren und arbeiten. Als Teil nur eines dieser vielen Kunsträume versteht sich der HilbertRaum, Verbindungen mit regionalen Kunsträumen, die er in der großen weiten Welt auf Augenhöhe findet, aufzubauen und sich weniger darum zu kümmern, was hier in Berlin um die Ecke passiert. Zu Beginn einer freundlichen Bekanntschaft während der Supermarket Art Fair in Stockholm, stand eine Verwandschaft der ästhetischen Vorlieben. Zwei “regionale” Kunsträume, die Kunsthalle Graz und der HilbertRaum Berlin beginnen nun einen behutsamen, aber – so hoffen wir – weitreichenden Austausch von Kunstwerken, KünstlerInnen und Erfahrungen.

Maryam Mohammadi | Inszenierte Fotografie: Talisman

"Ein Talisman ist ein Objekt, dem man bestimmte magische Eigenschaften zuschreibt, und der dem Besitzer Glück garan-tieren soll oder Schutz vor einem möglichen Dämon oder Schaden. Talismane im Nahen Osten haben Hosentaschenformat mit einer Breite von rund wenigen Zentimetern. In dieser Serie von Fotoarbeiten der Künstlerin werden die Symbole und Figuren, die auf verschiedenen heute noch gebräuchlichen Talismanen gefunden wurden, inszeniert und als Fotografien im Kontext einer Staged-Photography interpretiert."
www.maryammohammadi.at 


Jani W. Schwob | Arbeit im Raum/Wand: The Last Fast

"Der Burger als Kunstobjekt: Die Künstler komponiert die Fastfood-Lustobjekte aus bewusst untypischen Ingredienzien: Beton, Asphalt, PET-Flaschen, Plastiktüten, Stoff, Gras und vieles mehr sind die aufgeschichteten Bestandteile von 6 Kreationen von Burger-Skulpturen für diese Ausstellung. Über eine zum gemeinsamen Mal zusammengestellten Tafel schwebt eine Neuinterpretation des Bildes „die Versuchungen des heiligen Antonius"."
http://janischwob.mur.at


Josef Wurm | Malerei | Acryl auf Leinwand | 70 x 100cm | 6 Arbeiten

Bis vor etwa drei Jahren, erzählt Wurm, habe er seine Bilder noch über Skizzen und Vorzeichnungen auf der Leinwand angelegt. Diese Methode gab er inzwischen auf und nun könnte man das Verfahren im schrittweisen Prozess als malerisches Suchen auf der Leinwand beschreiben. Es ist ein vielschichtiges im Wortsinn; unter den finalen liegen etliche Schichten und Bilder, die zum Teil noch in Digitalfotos festgehalten bleiben. Diese sind eigentlich nicht mehr zu sehen. Sein Eindruck allerdings ist, die übermalten Details „schwingen gewissermaßen noch durch". So wird seine Malerei durch die Überlagerung mehrerer deckender Farbschichten „fast zur Skulptur". Etliche Anklänge an Francis Bacon sind insofern nachvollziehbar, als „die Dinge, von denen man fasziniert ist, bewusst und unterbewusst" in Komposition und Technik während des Malens wieder zu Tag treten.
http://www.kultur.steiermark.at/cms/beitrag/11622320/25711218


Kunsthalle Graz

Seit 2014 hat die Kunsthalle Graz ihren Sitz in Graz und erstreckt seine Tätigkeit weltweit auf Förderung, Vernetzung und Diskurs zwischen Kulturschaffenden, Kulturinteressierten und öffentlichen Kulturträgern und wird vorwiegend als Ausstellungsort für KünstlerInnen mit Bezug zur Steiermark und/oder Graz betrieben. Darüber hinaus dient der Verein Kunsthalle Graz dem Aufbau eines Kommunikationsnetzwerks mit ähnlichen Institutionen und als Aktionsplattform für zeitgenössische Kunst aller Sparten von KünstlerInnen auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Jährlich werden zahlreiche Veranstaltungen wie Ausstellungen, Lesungen, Performances, Vorträge, und Workshops und Seminare organisiert.

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